Kategorie-Archiv: Schöne bunte Spielzeug-Welt

Darf´s ein bisschen mehr sein?

Können Sie sich noch an Ihren ersten Einkauf erinnern? Nein, nicht den online, auf eBay oder sonstwo im Internet. Sondern den ersten Gang zum Einkaufen, ganz allein als Kind.

Ich war 3 oder 4 Jahre alt, als ich zum ersten Mal allein zum Kaufmann durfte. Ja, zum Kaufmann. Supermärkte gab es kaum, damals in den 60ern. Dafür hatten auch kleine Dörfer noch einen Tante-Emma-Laden. Auch unseres, wobei es eher ein Onkel-Walter-Laden war, mit einer Tante Anneliese im Schlepptau. Was ich kaufen sollte, weiß ich nicht mehr, wohl aber, wie ich den Einkauf transportieren sollte. Ein kleines Körbchen hatte ich dabei, viel wird nicht hinein gepasst haben, aber ich erinnere mich gut daran, wie stolz ich war, als ich mit meinem Körbchen loszog.

Viel passieren konnte nicht, Autos gab es zwar, aber wenige, ich musste eine Straße überqueren, dann durch eine Gasse, die ohnehin zu schmal für Autos war, und dann war ich auch bereits am Ziel. Zum Bäcker war es sogar noch näher, dazu musste ich nur unser Grundstück verlassen, an der Kirche vorbeigehen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft wir wohnten, und ca. 50 Meter nach links. Unvorstellbar: Ein Kaufmann und ein Bäcker in einem Dorf, und tatsächlich ging das jahrzehntelang gut. Beide konnten von ihren Geschäften leben.

Der Bäcker war ein Kinderparadies, dort gab es Behälter mit allerlei Süßkram, die Gummibärchen konnte man einzeln für einen Pfennig kaufen. Wann immer eine Hochzeit stattfand, standen die Kinder des Dorfes vor der Kirche Spalier und warteten darauf, dass das Brautpaar Geld warf. Auch die Pfennige wurden sorgsam aufgesammelt, schließlich konnten wir sie gleich um die Ecke umtauschen in Süßigkeiten aller Art.

Je nachdem, wo Sie aufgewachsen sind und wann Sie geboren wurden, werden Sie bereits ein Schulkind gewesen sein, als Ihre Eltern Ihnen endlich erlaubten, zum ersten Mal allein loszuziehen. Es ist ja nicht nur der Weg, der zunehmende Verkehr. Auch die Art des Einkaufens hat sich im Lauf der Jahrzehnte grundlegend verändert.

Die Kinder der 60er, 70er und vielleicht auch der 80er Jahre kennen altmodische Registrierkassen, die keinen Scanner UND keinen Strom brauchten, Waagen, die mit Gewichten funktionierten und überschaubare Gänge mit einem begrenzten Angebot. Man brauchte kein Handy, um vor einem überfüllten Regal mit mindestens 50 Sorten Nudeln um Hilfe zu telefonieren. Ein simpler Einkaufszettel reichte. Man musste auch keine Angst haben, dass der Strichcode falsch gelesen wurde, so dass aus günstigen Äpfeln teure Sternfrüchte wurden. Orangen und Bananen waren nämlich in der Regel das Exotischste im Sortiment. Und anstatt 5 eingeschweißte Scheiben Wurst zu kaufen, die kurioserweise exakt 100 Gramm wiegen, hörte man an der Wursttheke im Kaufladen oder beim Schlachter den unvermeidlichen Satz: „Darf´s ein bisschen mehr sein?“, weil Aufschnitt nun mal nicht immer gleich ausfällt.

Wir reden von einer Zeit, in der eine Dose Pfirsiche ein Luxusartikel war und man die Soßen noch ohne Pulver kochte. Getränke kaufte man in Flaschen aus Glas, Milch holten zumindest die Dorfkinder direkt vom Bauern, der mit etwas Glück auch Eier anbot. Tatsächlich ist heute kaum noch vorstellbar, dass man es früher als vollkommen normal empfand, eben nicht eine Riesenauswahl zu haben. Man aß und trank, was es gab, und man brauchte auch nicht anhand von 5 Prospekten die Preise von diversen Discountern zu vergleichen, denn im Großen und Ganzen gab es überall das Gleiche. Eigentlich geradezu paradiesisch, wenn Sie mich fragen.

Unsere Kinder wachsen auf mit einer Fülle von Produkten, mit Supermärkten, in die „mein“ Onkel-Walter-Laden hundertmal passen würde, mit Pfandautomaten und Kassen, die den Dienst versagen, wenn der Strom ausfällt. Fast alles basiert inzwischen auf Selbstbedienung. Allerdings gibt es zum Glück noch immer den Fleischer oder die Fleisch- und Wursttheke, den Käse kann man sich abwiegen lassen, der Bäcker verkauft nach wie vor Brot und Gebäck, das nicht abgepackt ist, und auf dem Wochenmarkt werden auch Obst und Gemüse noch immer abgewogen.

Kinder lieben Rollenspiele, und Kinder spielen gerne Einkaufen, heute noch genauso wie früher. Ein liebevoll ausgestatteter Kaufladen oder Marktstand macht Freude und beschäftigt Kinder oft stundenlang.

Eine Waage gehört genauso dazu wie Kisten und Körbe mit Obst und Gemüse. Die Früchte bestehen aus Holz, die Blätter aus Kunststoff oder Filz, alles ist detailreich gestaltet und sieht richtig lecker aus! Natürlich dürfen auch die Papiertüten zum Verpacken nicht fehlen!

Wurst, Käse, Brot und abgepackte Lebensmittel sind ebenfalls im Angebot.

Auch Süßschnäbel kommen auf ihre Kosten, mit Torte, Gebäck und süßen Teilchen.

Nun fehlt noch etwas sehr Wichtiges, denn was wäre das schönste Geschäft ohne Kundschaft? Und das sind Sie liebe Eltern und Großeltern. Tun Sie also Ihren Kindern und Enkelkindern den Gefallen und kaufen Sie ein, plaudern Sie mit der kleinen Ladenbesitzerin oder dem kleinen Kaufmann und sagen sie freudig ja, wenn man Sie fragt: „Darf´s ein bisschen mehr sein?“


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Anton4

Eine Welt zwischen den Seiten

Eine Welt zwischen den Seiten

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Stimmt. Der oft so flapsig dahin gesagte Satz enthält mehr als nur ein Körnchen Wahrheit. Lesen bildet, Lesen ist wichtig, und Lesen ist toll: es verschafft uns nicht nur Zugang zu vielen Informationen, die uns sonst verborgen bleiben würden, es eröffnet uns im Idealfall eine ganz neue Welt.

Wer nicht nur lesen kann, sondern es auch gerne tut, weiß vermutlich, wie schön es ist, in eine Geschichte einzutauchen, sich in einem Buch zu verlieren, die Außenwelt auszublenden für die Phantasie-Welt zwischen den Buchseiten.

Man kann aber niemanden zwingen zu seinem Glück“, mag der eine oder andere Skeptiker einwenden. Richtig, das kann man nicht. Andersherum sollte man aber auch niemandem das Glück, das Bücher bedeuten können, vorenthalten. Ein Kind, das lesen MUSS – und spätestens in den höheren Klassen der Grundschule wird das so sein – , aber nie die Erfahrung gemacht hat, dass Bücher Spaß machen können, dürfte nicht allzu viel Gefallen daran finden. Ein Kind, das Bücher von klein auf als etwas Schönes empfindet, wird dieses Problem vermutlich nicht haben.

Erzählen Sie Geschichten und Märchen, lesen Sie vor, schauen Sie gemeinsam mit den noch Kleineren Bilderbücher an. Und sollte Ihnen selbst die Geduld fehlen, so gibt es vielleicht jemanden, der das gern übernimmt. Meine schier unbändige Vorlese-Lust stillte mein Urgroßvater, der zwar ständig eine tropfende Nase hatte, aber außerdem eine Engelsgeduld, die meine Eltern aus Zeitmangel einfach nicht aufbringen konnten. Ich bin heute noch dankbar dafür, dass er sich damals nicht irritieren ließ, wenn ich ihm wieder einmal vorwarf, er habe im Pixi-Buch eine Seite überschlagen. Er las einfach geduldig weiter, und obwohl ich mir inzwischen sicher bin, dass ihm die Geschichten von Petzi, Pelle und Pingo ganz sicher zum Hals heraushingen, wirkte er nie gereizt oder gelangweilt.

Während ich heute am liebsten ganz dicke Schmöker lese, hatten es mir damals die kleinen Pixi-Bücher angetan. Bestimmt hatte ich auch größere Bilderbücher, aber das Format mochte ich am liebsten. Man konnte die Büchlein wunderbar sammeln, verstauen und transportieren. Das gilt auch für die praktischen kleinen Spielbücher von Sterntaler, die sich ganz hervorragend dazu eignen, bei den ganz Kleinen die Lust am Buch zu wecken.

Wie Sie an den Fotos der Spielbücher von und mit Finn dem Frosch, dem Affen Anton, Maus Mabel oder Wolf Wilbur sehen können, handelt es sich auch bei den Sterntaler-Spielbüchern um Bilderbücher. Hauptperson ist die Serienfigur der Motivserie, zu der das jeweilige Büchlein gehört. …….

Allerdings sind diese Spielbücher nicht aus Karton oder Papier, sondern aus Stoff. Sie sind weich, bunt und handlich. Sie lassen sich nicht nur gut verstauen, sie können je nach Modell mit einem Clip oder einem Klettverschluss am Kinderwagen, am Laufgitter oder am Bettchen befestigt werden, so sind sie griffbereit und gehen nicht so leicht verloren.

Die Auswahl ist groß, da es zu den meisten Sterntaler-Motivserien auch ein Spielbuch gibt. Der Serienheld/die Serienheldin schmückt den „Einband“, farblich und oft auch von den Motiven her sind die Büchlein auf die jeweilige Serie abgestimmt. Der kleine Elefant Elias, der fröhliche Bär Benno, die lustige Kuh Karlotta oder Laura das Mädchen….

Spielbuch Elias der Elefant STERNTALER 3501405

. für jeden Geschmack ist etwas dabei! Bär Billy, Hanno der Hund, das witzige Nashorn Nelson oder das originelle Krokodil . Natürlich sind auch die neuen Serien des Jahres 2016 vertreten, Emilie, die lustige Eule, der niedliche Hund Hanno und auch das süße Käfermädchen Katharina – sie alle haben ihr eigenes Spielbuch! Ehrensache, dass Hanno sein Buch mit seiner besten Freundin, der putzigen Ente Edda, teilt!

Die Büchlein haben nicht nur ein attraktives Äußeres, sondern auch ein spannendes Innenleben. Für Ihr Kind gibt es viel zu entdecken!

Baby Spielbuch Billy der Bär STERNTALER 10136

Das liegt zum einen an den bunten Motiven, zum anderen werden bei den Spielbüchern auch unterschiedliche Materialien eingesetzt – so ist zum Beispiel das Fell von Schäfchen Stanley wirklich flauschig. Eigentlich überrascht es nicht, dass auch akustische Entdeckungen beabsichtigt sind – Knisterpapier und/oder Quietschen sind in den Büchlein verborgen und sorgen zusätzlich für Vergnügen!

Dass die Spielbücher nicht nur bespielt und betrachtet, sondern auch mit dem Mund erkundet werden, gehört dazu. Sie sind sämtlich bei 40 Grad waschbar, nehmen solche Erkundungen daher nicht übel. Und für unsere Kleinsten ist diese Art des „Lesens“ ein wichtiger Teil ihrer Entwicklung, frei nach dem chinesischen Sprichwort„Jedes Mal, wenn man ein Buch öffnet, lernt man etwas“



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Liebling, ich habe die Möbel geschrumpft, oder: früh übt sich, was ein guter Innenausstatter werden will……

Wohnst Du noch oder lebst Du schon?“ – wer kennt ihn nicht, diesen markigen Slogan einer bekannten Kette von Einrichtungshäusern, die ihren Ursprung zwar nicht in Deutschland hat, aber auch hierzulande ausgesprochen erfolgreich ist.

Wann immer ich ihn hörte, fühlte ich mich ein klein wenig veräppelt. Schon? Die meinen doch „noch“. Die können nur „noch“ meinen. Und wer je etwas Anspruchsvolleres (und Größeres) als eines der berühmten Regale gekauft, nach Hause transportiert UND mit Hilfe der tollen Pläne, die so gänzlich ohne Worte auskommen, und der kleinen 6-kant-Schlüssel zusammengebaut hat, weiß genau, warum ich das sage.

Nach einem guten Start (der in einem, na gut: zwei, der leckeren Hot Dogs im Eingangsbereich bestand) wurde es eher unschön: gefühlte 2 Stunden durch die Möbelausstellung. Bis man dann endlich in dem Bereich angekommen war, wo sich das Ziel der Begierde, ein bestimmter Kleiderschrank, befinden sollte.

Zwischendurch ein Abstecher nach unten, denn ausnahmsweise galt die Lautsprecherdurchsage „Die kleine Frieda (Name aus Gründen des Datenschutzes geändert) möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden“ keinem fremden Kind. Das Bällebad war zu voll und überhaupt wolle man jetzt Köttbullar essen. Kind Nummer 2 plärrte lauthals mit, obwohl es sich bis dato im Kinderparadies recht wohl gefühlt hatte….

Dass wir zu dem Zeitpunkt den Schrank natürlich noch nicht gefunden hatten und auch der Gang durch den Bereich mit den Kindermöbeln noch nicht absolviert war, trug nicht zwingend zu einem friedlichen Einkauf bei. Die grausamen Einzelheiten möchte ich Ihnen ersparen, auf jeden Fall war die Stärkung im Restaurant hernach bitter nötig.

Hätte ich allerdings geahnt, dass die Odyssee durch die Möbelausstellung noch nichts war im Vergleich zu dem, was noch kommen sollte, hätte ich ganz sicher die GROSSE Portion der kleinen Hackfleischkugeln gewählt. Der Schrank befand sich, wie das bei größeren Sachen so üblich ist, nämlich nicht in den großen Regalen vor dem Kassenbereich, nein, er musste an der Möbel-Ausgabe abgeholt werden. Das war nicht allzu schlimm, schlimm wurde es erst, als wir die Pakete in Empfang nahmen, ihr Volumen abschätzten und überlegten, wer von uns denn zu Fuß nach Hause gehen sollte, da es unmöglich anmutete, beides, Familie UND Schrank im Auto unterzubringen.

Dass es inzwischen angefangen hatte, in Strömen zu regnen, machte die Sache auch nicht einfacher. Haben Sie je bei strömendem Regen versucht, ein Schrank-Puzzle von der durchweichten Karton-Umhüllung zu befreien? Es war nicht schön, aber immerhin gelang es uns auf diese Weise, alle Teile im Auto unterzubringen. Sogar so, dass keiner draußen bleiben musste.

Ihres Schutzes durch den Karton beraubt, hatte eine der Schranktüren beim Transport zwar etwas gelitten, aber im Großen und Ganzen kam alles gut in der Garage an. Dass ausgerechnet eine der intakten Schranktüren beim Entladen des Autos einen Kratzer abbekam, dafür kann das Möbelhaus nichts. Auch dafür, dass wir 30 Minuten lang eine der Schrauben suchten, die beim Öffnen des Tütchens unter die Heizung gehüpft war, können wir niemanden verantwortlich machen. Für den Zusammenbau des Schranks jedoch MÜSSEN wir irgendwen zur Rechenschaft ziehen. Es kann nicht normal sein, dass sowas 6 Stunden dauert, oder?

Als unsere Tochter dann nach einem neuen Zimmer verlangte, aus Holz sollte es sein, und schön bunt, brach uns der Angstschweiß aus. Wollten wir wirklich noch einmal ein solches Erlebnis haben?

Vorsichtige Nachfragen ergaben dann, dass der eigentliche Wunsch darin bestand, mal wieder Köttbullar zu essen. Ein paar neue Möbel für das Puppenhaus seien auch ok. Da könne sie schon mal üben.

Wir waren daraufhin so erleichtert, dass wir das Haus gleich komplett neu eingerichtet haben, und zwar mit Holzmöbeln von goki. Unter den verschiedenen Serien haben wir die ausgesucht, die wirklich kunterbunt ist.

Die Möbel bestehen aus stabilem Buchenholz, haben niedliche Details wie klappbare WC-Deckel, Schubläden, die sich herausziehen lassen, und Schranktüren, die man öffnen kann. Uns gefiel natürlich am allerbesten, dass man sie nicht mehr zusammenschrauben musste. Und unserem Kind, dass einige davon doch tatsächlich so cool aussehen wie jene, die wir in der Möbelausstellung gesehen hatten, an jenem Tag, an dem wir den Schrank, na Sie wissen schon……

Erfreulicherweise kann sich unsere Tochter stundenlang mit ihren Biegepuppen und den Einrichtungsgegenständen beschäftigen. Sie stellt täglich wenigstens einmal die Möbel um, was selbst bei der Küche mit den Einzel-Modulen der Küchenzeile kein Problem ist, lässt die Puppen am gedeckten Frühstückstisch Platz nehmen, sie ausgedehnte Bäder nehmen und legt sie abends in ihre Betten. Sogar der Hausputz wird erledigt, denn das Zubehörset mit Bügelbrett und Staubsauger haben wir ihr auch geschenkt.

Bald allerdings werden wir anbauen müssen, denn vorgestern überraschte sie uns mit der frohen Botschaft, dass die Biegepuppenmutter schwanger sei und dass die Großeltern mit ins Haus ziehen, um ihr mit dem Baby zu helfen. Sie habe doch bald Geburtstag, ob wir ihr da nicht ein, zwei neue Zimmer schenken können? Ein Zimmer fürs Baby wäre toll, damit es die beiden Schulkinder nicht stört, und die Großeltern müssten ja schließlich auch irgendwo schlafen.

Eigentlich sehen die Biegepuppen-Oma und der dazugehörige Opa noch ausgesprochen rüstig aus, wir haben trotzdem überlegt, auch gleich noch einen Biegepuppen-Babysitter zu organisieren, für alle Fälle.

Bei der Einrichtung kam die Qual der Wahl, wie gut, dass wir nicht durch eine Möbelausstellung mussten, sondern die kleinen Möbel bequem am PC aussuchen konnten…..

Unsere Tochter weiß es noch nicht, aber wir haben den Biegepuppen-Großeltern zuliebe auch ein zweites Wohnzimmer bestellt, damit die alten Herrschaften nicht auf den niedrigen Hockern kauern müssen. Das und das Schlafzimmer für Oma und Opa allerdings aus einer der anderen goki-Serien, denn die modernen Möbel sind ja bekanntlich nicht jedermanns Geschmack.

Ich gebe es zu: die schicke Küche mit der Kochinsel will nicht so recht ins Bild passen. Der Esszimmertisch hat aber 6 Stühle, und tief im Innern habe ich mir schon immer genau eine solche Küche gewünscht. Mit einer Esstheke für den kleinen Snack zwischendurch. Köttbullar zum Beispiel.

Da ich mir aber fest vorgenommen habe, ein gewisses Einrichtungshaus nicht mehr zum Zweck des Möbelkaufs zu betreten, wird diese Küche wohl ein Traum bleiben, der aber wenigstens für die Biegepuppen meiner Tochter in Erfüllung gehen soll.

Sie haben es sicher schon erraten: ich liebe Möbel, sie sind meine Leidenschaft.

Ich stelle leidenschaftlich gern alles um, und noch lieber tausche ich gleich alles aus. Und es macht mich glücklich, dass meine Töchter, so wie es aussieht, meine Leidenschaft geerbt haben. Denn, ja, auch Kind Nummer zwei ist ein Mädchen. Ich freue mich darauf, dass es bald in das Alter für ein neues Zimmer kommt. Denn bereits jetzt zeichnet sich eine zweite Leidenschaft ab: die Liebe zu Pink.

Ich weiß schon, was wir dann unbedingt bestellen müssen.

Wie gesagt: ich liebe Möbel. Ich hasse es nur, sie vor Ort einkaufen zu müssen. Und vor allem hege ich eine starke Abneigung gegen kleine 6-kant-Schlüssel.


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Otto muss mit….

Otto muss mit

Es ist mitten in der Nacht, und Ihr Kind weint bitterlich, weil sein Kuscheltier aus dem Bettchen gefallen ist? Sie kommen nach einem zweistündigen Spaziergang nach Hause und stellen fest, dass die Schmusepuppe irgendwo auf dem Weg verloren gegangen ist, woraufhin eine mehrtägige Odyssee beginnt, bis endlich der erlösende Anruf kommt, dass jemand Lilli, Susi oder wie auch immer sie heißt gefunden hat? Ihr Kind muss operiert werden und besteht darauf, dass auch der Teddybär mit in den OP kommt, obwohl der Bär müffelt und alles andere als ansehnlich ist?

Lauter kleine Dramen, die jeder kennt, der Kinder hat, aber alles in allem überhaupt kein Grund zur Sorge. Wenn ich Ihnen von Otto erzähle, werden Sie verstehen, warum.

Wann immer ich einen durchtrainierten großen blonden Mann mittleren Alters im Business-Dress sehe, muss ich heimlich lachen. Es ist weder der Aktenkoffer, noch die Laptop-Tasche, noch der Anzug, die Krawatte, die Größe, die Figur oder die Haarfarbe, es ist schlicht und ergreifend der Gedanke an meinen Cousin Peter, der mich immer dann überfällt, wenn ich einen solchen Mann sehe.

Peter, Sie haben es sicherlich schon geahnt, ist Mitte 40, blond, recht groß, hat einen durchtrainierten Körper und arbeitet als Filialleiter in einer Bank. Daran ist zunächst mal nichts Lustiges. Nun kenne ich Peter aber schon mein ganzes Leben lang, denn er ist ein paar Jahre jünger als ich, und so kann ich nicht umhin, mich an den kleinen Peter zu erinnern. Und an Otto, seinen Freund.

Ich würde Ihnen ja gerne auch Otto beschreiben, aber das geht leider nicht. Otto war nämlich unsichtbar. Ich nehme an, dass er eher zu der pummeligen Sorte gehörte, denn auf jedem Kindergeburtstag musste für ihn mit gedeckt werden, er bekam grundsätzlich die größten Tortenstücke, beim Abendessen mindestens zwei Würstchen, und auch eine bunte Tüte musste für ihn gepackt werden. Fehlte irgendetwas, so folgte unweigerlich Geplärr von Peter. Und weil der ziemlich ausdauernd heulen konnte, was leicht jede Feier verdarb, sah man eben zu, dass auch Otto angemessen bewirtet wurde.

Da Peter mein Cousin war, der noch dazu nur drei Häuser weiter wohnte, kam selbstverständlich nicht infrage, ihn nicht einzuladen. Bloß gut, dass unsere Geburtstage damals noch keine Events waren. Otto mit ins Kino zu nehmen oder ihm eine Eintrittskarte in den Zoo oder für einen Indoorspielplatz zu kaufen, wie Peter es heutzutage zweifelsohne verlangt hätte, wäre wirklich schlimm für alle Beteiligten gewesen und alles andere als billig.

Es reichte vollkommen, dass wir bei Sommergeburtstagen, wie dem unseres Cousins Uwe, beim Eierlauf so tun mussten, als würde Otto gewinnen, und beim Sackhüpfen jemanden anzufeuern hatten, der gar nicht da war. Und bei Herbstgeburtstagen wie meinem rannten wir beim Blindekuh-Spielen vor einem Unsichtbaren mit verbundenen Augen weg und riefen „Kalt“ oder „Heiß“ ins Leere, wenn Otto beim Topfschlagen an der Reihe war.

Ich weiß nicht, wie es in den anderen Familien gehandhabt wurde, bei denen Otto zu Gast war. Bei uns und in Uwes Familie wurde er tatsächlich als vollwertiges Mitglied der Tischrunde behandelt, wie gesagt: Peter konnte sehr hartnäckig sein, und seine Heulattacken und Tobsuchtanfälle waren spektakulär. Zu Weihnachten, wenn wir alle gemeinsam bei unseren Großeltern waren, bekam Otto seinen Anteil an der Weihnachtsgans, den Plätzchen und natürlich auch Geschenke. Irgendeiner der Erwachsenen erbarmte sich in der Regel des Essens auf Ottos Teller, die Geschenke waren so geschickt ausgewählt, dass die Allianz aus Peter und Otto wertmäßig auch nicht mehr bekam als der Rest von uns. Natürlich wussten wir das damals nicht, wir wussten nur, dass wir Otto von Herzen verabscheuten. Was ihn irgendwie noch realer machte, als er für Peter ohnehin schon war. Peter war, wie Sie unschwer erraten können, auch nicht sonderlich beliebt bei uns. Aber nun ja, er gehörte zur Familie und man musste sich mit ihm arrangieren.

Fragen Sie mich bitte nicht, warum niemand auf den Gedanken kam, therapeutische Hilfe für Peter zu suchen. Man machte das damals einfach nicht, meine Tante und mein Onkel dachten, die Otto-Phase würde irgendwann vorüber gehen, spätestens wenn Peter in die Schule kam. Tatsächlich war er 8, als Otto endlich nicht mehr mit am Tisch sitzen musste, und ich wette, es hätte noch länger gedauert, wenn mein Onkel nicht auf die geniale Idee gekommen wäre, einen Hund anzuschaffen. Er hieß Rowdy, und im Gegensatz zu Otto mochten wir ihn richtig gern. Er fraß bei den Geburtstagen, auf denen er sehr willkommen war, ein Würstchen, er lief beim Sackhüpfen fröhlich bellend neben Peter her und er bekam zu Weihnachten lediglich einen schönen großen Knochen.

Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, wird Peter nur ungern an Otto erinnert, wir versuchen, ihn auch nicht allzu oft mit den alten Geschichten aufzuziehen, denn im Großen und Ganzen ist Peter ein recht netter Kerl geworden. Wer hätte das gedacht?

Denken Sie also an Otto, wenn Sie das nächste Mal todmüde ans Bettchen Ihres Kindes wanken, um das Kuscheltier wieder aufzuheben. Freuen Sie sich, weil Sie nur 100 Handzettel verteilen und zwei Anzeigen schalten müssen, um die Schmusepuppe Lilli wiederzufinden, und denken Sie keinesfalls, dass ein müffelnder Teddybär etwas Peinliches wäre.

Ein Kuschelfreund, sei es nun eine Puppe oder ein Tier, ist ein wunderbarer Begleiter für Ihr Kind. Und, ja, es ist normal, dass Ihr Kind an seinem Spielkameraden aus Stoff hängt. Damit diese Freundschaft recht lange hält, gibt es robuste Kuschelfreunde, die ansehnlich bleiben, waschbar sind und Ihr Kind über Jahre hinweg begleiten können. Ein Beispiel sind die tollen „Sternchen“ von Sterntaler. Die Wortendung täuscht, denn tatsächlich sind die Sternchen die größten Spielpuppen des Sortiments. Und damit kein peinliches Rasseln ertönt, wenn das Sternchen überall mit hin muss – ein Rasseltier wäre im Vorschulalter fast so schräg wie ein sackhüpfender unsichtbarer Freund – sind die Sternchen absichtlich nicht mit einer Rassel ausgestattet worden. Schmusespaß pur!

Seien Sie nicht irritiert wegen der zwei Esel, Sie sehen nicht doppelt, Esel Emmi gibt es zweimal, einmal in Grau und einmal in Braun. Sie sind beide beliebt, die graue Variante wurde sogar extra für uns nach-produziert. Das gilt auch für die Sternchen-Puppen Lotta und Hexe Helene, die sich hier in trauter Gemeinschaft mit Pepe, dem Piraten, und der Indianerpuppe „Rote Feder“ zeigen.

Wer weder mit Puppen, noch mit Tieren aus der Familie der Pferde schmusen mag, findet sicherlich trotzdem „sein“ Sternchen, die Auswahl ist groß. Mit dem niedlichen Hund Hardy, Eisbärin Ella, der fröhlichen Kuh Karlotta oder dem knuffigen Bären Ben schmust es sich auch sehr gut.

Mit dem lustigen Nilpferd Norbert, dem zuckersüßen Käfer Katharina und dem ungewöhnlichen Freundespaar Hanno der Hund und Ente Edda wurden gleich 4 der neuen Serienhelden dieses Jahres zu Sternchen ernannt.

Und mit dem putzigen Eichhörnchen Edgar und den beiden lustigen Bären Benny und Benno kommen noch drei weitere Kuschelfreunde ins Rennen.

Alle Sternchen, nicht nur die Bären, können, wie schon erwähnt, problemlos in die Waschmaschine, falls sie mal müffeln. Nicht dass Ihnen das peinlich sein müsste, Sie kennen ja jetzt Otto. Der sitzt übrigens ganz rechts neben Benny, und warum Sie ihn nicht sehen, dürfte auf der Hand liegen.



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